Aktuelles

  • Psychotherapie für Menschen mit HIV häufig suboptimal

    Berlin. Eine Fragebogenerhebung der Deutschen AIDS Hilfe ergab Defizite in der psychotherapeutischen Versorgung von Menschen mit HIV. Fast ein Drittel der befragten Menschen (n=172) fühlte sich häufig oder manchmal in bestimmten Gesprächssituationen aufgrund ihrer Lebensweise, zum Beispiel als schwuler Mann oder Drogengebraucher_in, abgewertet. Weitere 51 Prozent fühlten sich in Bezug auf ihre Lebenswelt nur teilweise, wenig oder gar nicht verstanden. Die Folge: Fast ein Viertel der Befragten hat die Therapie abgebrochen.

  • Neue Fortbildung: Sexuelle Gesundheit und Sexuell übertragbare Infektionen (STI)

    Sexuell übertragbare Infektionen (STI) nehmen seit einiger Zeit auch in Deutschland zu. Dabei leiden viele Patient_innen unter den klinischen Symptomen einer STI und erleben darüber hinaus Einschränkungen in der Sexualität, Selbststigmatisierung und Angst vor einer Ansteckung oder der Weitergabe einer Infektion.

    Aus diesem Grunde bietet Ärztekammer Berlin im Sommer dieses Jahres eine Fortbildungsveranstaltung für Ärzt_innen in Klinik und Praxis zum Thema „Sexuelle Gesundheit und Sexuell übertragbare Infektionen (STI)“ an.

  • Neue Seminare an der Uniklinik Köln: Kommunikative Kompetenz stärken

    Schwer erkrankte Patientinnen und Patienten und deren Angehörige konfrontieren Ärzte mit schwierigen, emotional belastenden Situationen. Sie stellen hohe Anforderungen an die kommunikative Kompetenz.

    Die Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie bietet regelmäßig Seminare für Ärztinnen und Ärzte der Uniklinik Köln und externe Ärzt_innen an. Das Training dauert 2,5 Tage und kostet für Externe Teilnehmer_innen 300,00 Euro. Angeschlossen ist ein eintägiges Auffrischungstraining.

  • 8. Deutsch-Österreichischer AIDS Kongress: "HIV in motion - diesseits und jenseits von Grenzen"

    Vom 14. bis 17. Juni 2017 findet in Salzburg der Deutsch-Österreichische Aids-Kongress (DÖAK) statt. Er hat sich als größter und wichtigster deutschsprachiger Fachkongress etabliert und möchte alle am Thema HIV/AIDS beteiligten Akteure mit verschiedenstem Hintergrund, wie Grundlagenwissenschaftler, Kliniker, Sozialwissenschaftler, öffentliche Gesundheitsbehörden, Aidshilfen, Community und viele andere mehr zusammenbringen und so eine Plattform für fruchtbaren und zukunftsweisenden Austausch bieten.

  • Anstieg von Hepatitis A unter MSM in 5 europäischen Ländern – in Deutschland insbesondere in Berlin

    Wie das Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in einer Risikoeinschätzung/Rapid Risk Assessment im Dezember 2016 berichtete, treten insbesondere im letzen Halbjahr 2016  in 5 europäischen Ländern – Großbritannien, Spanien, Italien, Deutschland und den Niederlanden - gehäuft Fälle von  Hepatitis-A-Erkrankungen bei Männern die Sex mit Männern (MSM) haben auf.

  • Informationen zur Beratung von MSM mit Sex- und Partydrogenkonsum

    Das europäische Internet Survey EMIS befragte bereits 2010 Männer, die Sex mit Männern haben, auch zu Ihren Gewohnheiten hinsichtlich Drogengebrauch und sexuellen Aktivitäten. 5,3 % aller befragten MSM aus Berlin gaben an, in den vier Wochen vor der Befragung „Chems“ (GHB/GBL, Ketamin, Crystal Meth und Mephedron) konsumiert zu haben (Schmidt et al. 2016). In Köln waren es immerhin noch 3,8 %, in München 2,5 %.

  • Leitlinie zur Behandlung der Chrystal-Meth-Abhängigkeit veröffentlicht

    Ein interdisziplinäres Expert_innen-Gremium hat im November 2016 eine S3-Leitlinie zur Behandlung „methamphetaminbezogener Störungen“ veröffentlicht. Im Fokus dieser Leitlinie stehen evidenzbasierte Aussagen zur Wirksamkeit medikamentöser, psychotherapeutischer und psychosozialer Interventionen.Sie ist auf der Website des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) zu finden: www.aezq.de/aezq/crystal-meth. Zu finden sind Empfehlungen für die Akuttherapie, Postakutbehandlung und Rückfallprophylaxe.