Aktuelles

  • Neue Leitlinien: Stillen mit HIV ist möglich

    Frauen mit HIV sollten frühzeitig und ergebnisoffen mit ihren Ärzt_innen über die Vor- und Nachteile des Stillens sprechen und dann gemeinsam mit ihnen eine Entscheidung treffen. Dies empfehlen die neuen „Deutsch-Österreichischen Leitlinien zur HIV-Therapie in der Schwangerschaft und bei HIV-exponierten Neugeborenen“.

    Die Empfehlungen der Deutschen und der Österreichischen AIDS-Gesellschaft sowie weiterer Fachgesellschaften und Organisationen beziehen sich dabei offenbar auf cis Frauen, andere geschlechtliche Identitäten Schwangerer werden nicht angesprochen.

  • HIV-Schutz per Zwei-Monats-Spritze: Studie belegt Wirksamkeit von Cabotegravir

    Eine Zwei-Monats-Spritze zum Schutz vor HIV mit dem HIV-Wirkstoff Cabotegravir hat sich laut Zwischenergebnissen einer Studie als hoch wirksam und sicher anwendbar erwiesen.

    Für die medikamentöse HIV-Prophylaxe PrEP dürfte es also bald eine weitere Option geben: Neben der täglichen oder der anlassbezogenen Einnahme einer Tablette mit den HIV-Wirkstoffen Tenofovir und Emtricitabin kann man sich nach der Zulassung alle zwei Monate ein Depotpräparat in die Gesäßmuskulatur injizieren lassen.

  • Verschreibung und Abgabe von Substitutionsmitteln vorübergehend erleichtert

    Die Corona-Pandemie ist für Drogengebraucher_innen und Substituierte besonders belastend: Viele haben Grunderkrankungen und ein geschwächtes Immunsystem und sind deshalb besonders gefährdet. Der Gesetzgeber hat nun die Verschreibung und Abgabe von Substitutionsmitteln vorübergehend erleichtert und auch für bisher nicht Substituierte ermöglicht.

  • Aktuelle Aidshilfe-Infos zu Corona

    Sind Menschen mit HIV besonders von Corona betroffen? Was muss ich in Bezug auf Sex und Corona wissen? Wie geht die Deutsche Aidshilfe mit ihren Seminaren und Veranstaltungen um?

    Die Deutsche Aidshilfe bietet aktuelle Informationen zu den drängenden Fragen rund um Corona und Aidshilfe. Aufbereitet werden Themen zu folgenden Aspekten: 

  • Rückschlag für die HIV-Impfstoff-Forschung

    Die Suche nach einem HIV-Impfstoff hat einen schweren Rückschlag erlitten. Die groß angelegte Studie HVTN 702 wurde abgebrochen, da kein Erfolg zu verzeichnen war.

    An der Studie nahmen 5.407 HIV-negative sexuell aktive Personen zwischen 18 und 35 Jahren aus ganz Südafrika teil.

    Erprobt wurde ein „Prime-Boost“-Schema. Hierbei wird die erste Impfung („Prime“) mit einem anderen Impfstoff durchgeführt als die späteren „Boost“-Impfungen. Damit erhofft man sich eine stärkere und breitere Antwort des Immunsystems als mit nur einem Impfstoff.

  • Londoner Patient: Wahrscheinlich zweite HIV-Heilung

    Bei Adam Castillejo ist im März 2020, fast drei Jahre nach Absetzen seiner HIV-Medikamente, kein HIV mehr nachweisbar. Er gilt dank einer Stammzellspende im Rahmen einer Krebsbehandlung als zweiter Mensch, der von HIV geheilt wurde. Das Verfahren kommt aber nur in Ausnahmefällen infrage – die hochwirksame HIV-Behandlung dagegen für alle Menschen mit HIV.

  • Heimtest-Projekt S.A.M auf neun weitere Städte ausgeweitet

    Das 2018 in Bayern gestartete Pilotprojekt „S.A.M – Mein Heimtest“ ermöglicht Selbsttests auf HIV, Syphilis, Gonorrhö (Tripper) und Chlamydien. Aufgrund der großen Nachfrage wurde es nun auf weitere Bundesländer ausgeweitet.

  • Fortbildungsprogramm: Hepatitis C in der Primärversorgung und im Zusammenhang mit Alkohol- und Drogenkonsum

    Das International Network on Hepatitis in Substance Users (INHSU) bietet ein umfangreiches kostenloses Fortbildungsprogramm zum Thema Hepatitis-C-Behandlung von Menschen mit intravenösem Drogenkonsum. Das Programm besteht aus Online-Kursen und fünf Präsenz-Workshops und richten sich an Ärzte, Pflegefachpersonen, Suchtspezialisten und andere medizinische Fachleute, die mit intravenös Drogenkonsumierenden arbeiten.