Aktuelles

  • HIV-PrEP jetzt auch in Deutschland erhältlich

    Seit kurzem ist es auch in Deutschland möglich, Selbstzahlern eine HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) zu verschreiben. Der hohe Preis von ca. 800 € monatlich schreckt jedoch Viele ab. Im Rahmen der sogenannten DISCOVER-Studie können Interessierte nun kostenlos ein PrEP-Medikament über eine von vier HIV-Schwerpunktpraxen beziehen.

  • "Let's talk about sex" erhält DEGAM-Fortbildungssiegel

    Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), Dachverband der Hausärzte, hat unserem Fortbildungsprojekt „Let’s talk about sex“ das „DEGAM-Siegel für gute hausärztliche Fortbildung“ verliehen. Das Siegel wird an Fortbildungen vergeben, die sich evidenzbasiert, teamorientiert und industrie-unabhängig an der hausärztlichen Arbeitsweise orientieren und von Hausärzt_innen (mit) durchgeführt oder entwickelt wurden.

  • Zunahme von Hepatitis A-Infektionen

    Berlin. Das Robert-Koch-Institut berichtet von einem Anstieg an Hepatitis A-Infektionen in Berlin. Seit der 46. Kalenderwoche 2016 wurden dem RKI mehr als 80 Hepatitis-A-Fälle für den Raum Berlin übermittelt. Bei den gemeldeten Fällen handelt es sich zu 95 % um Männer, darunter auch viele Männer, die Sex mit Männern haben. Um den Ausbruch bald zu beenden, bittet das RKI Berliner Ärzte, bei Personen mit sexuellen Risiken den Impfstatus zu überprüfen und ggf. eine Hepatitis-A-Impfung durchzuführen.

  • Psychotherapie für Menschen mit HIV häufig suboptimal

    Berlin. Eine Fragebogenerhebung der Deutschen AIDS Hilfe ergab Defizite in der psychotherapeutischen Versorgung von Menschen mit HIV. Fast ein Drittel der befragten Menschen (n=172) fühlte sich häufig oder manchmal in bestimmten Gesprächssituationen aufgrund ihrer Lebensweise, zum Beispiel als schwuler Mann oder Drogengebraucher_in, abgewertet. Weitere 51 Prozent fühlten sich in Bezug auf ihre Lebenswelt nur teilweise, wenig oder gar nicht verstanden. Die Folge: Fast ein Viertel der Befragten hat die Therapie abgebrochen.

  • Neue Fortbildung: Sexuelle Gesundheit und Sexuell übertragbare Infektionen (STI)

    Sexuell übertragbare Infektionen (STI) nehmen seit einiger Zeit auch in Deutschland zu. Dabei leiden viele Patient_innen unter den klinischen Symptomen einer STI und erleben darüber hinaus Einschränkungen in der Sexualität, Selbststigmatisierung und Angst vor einer Ansteckung oder der Weitergabe einer Infektion.

    Aus diesem Grunde bietet Ärztekammer Berlin im Sommer dieses Jahres eine Fortbildungsveranstaltung für Ärzt_innen in Klinik und Praxis zum Thema „Sexuelle Gesundheit und Sexuell übertragbare Infektionen (STI)“ an.

  • Neue Seminare an der Uniklinik Köln: Kommunikative Kompetenz stärken

    Schwer erkrankte Patientinnen und Patienten und deren Angehörige konfrontieren Ärzte mit schwierigen, emotional belastenden Situationen. Sie stellen hohe Anforderungen an die kommunikative Kompetenz.

    Die Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie bietet regelmäßig Seminare für Ärztinnen und Ärzte der Uniklinik Köln und externe Ärzt_innen an. Das Training dauert 2,5 Tage und kostet für Externe Teilnehmer_innen 300,00 Euro. Angeschlossen ist ein eintägiges Auffrischungstraining.

  • 8. Deutsch-Österreichischer AIDS Kongress: "HIV in motion - diesseits und jenseits von Grenzen"

    Vom 14. bis 17. Juni 2017 findet in Salzburg der Deutsch-Österreichische Aids-Kongress (DÖAK) statt. Er hat sich als größter und wichtigster deutschsprachiger Fachkongress etabliert und möchte alle am Thema HIV/AIDS beteiligten Akteure mit verschiedenstem Hintergrund, wie Grundlagenwissenschaftler, Kliniker, Sozialwissenschaftler, öffentliche Gesundheitsbehörden, Aidshilfen, Community und viele andere mehr zusammenbringen und so eine Plattform für fruchtbaren und zukunftsweisenden Austausch bieten.

  • Anstieg von Hepatitis A unter MSM in 5 europäischen Ländern – in Deutschland insbesondere in Berlin

    Wie das Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in einer Risikoeinschätzung/Rapid Risk Assessment im Dezember 2016 berichtete, treten insbesondere im letzen Halbjahr 2016  in 5 europäischen Ländern – Großbritannien, Spanien, Italien, Deutschland und den Niederlanden - gehäuft Fälle von  Hepatitis-A-Erkrankungen bei Männern die Sex mit Männern (MSM) haben auf.

  • Informationen zur Beratung von MSM mit Sex- und Partydrogenkonsum

    Das europäische Internet Survey EMIS befragte bereits 2010 Männer, die Sex mit Männern haben, auch zu Ihren Gewohnheiten hinsichtlich Drogengebrauch und sexuellen Aktivitäten. 5,3 % aller befragten MSM aus Berlin gaben an, in den vier Wochen vor der Befragung „Chems“ (GHB/GBL, Ketamin, Crystal Meth und Mephedron) konsumiert zu haben (Schmidt et al. 2016). In Köln waren es immerhin noch 3,8 %, in München 2,5 %.